Sachthema: kritische Anmerkungen zu Alleinfuttermitteln

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Welches sogenannte Feuchtfutter kann Hunde bedarfsgerecht und ausgewogen ernähren? Das beliebte Dosenfleisch gibt es von zahlreichen Herstellern und in unterschiedlichsten Varianten. Die Stiftung Warentest hat geschaut, was wirklich drin steckt - und was nur leere Versprechungen sind.
Nicht die Fleischmenge oder die verarbeitete Tierart ist entscheidend beim Hundefutter, sondern der Nährstoffmix. Hunde brauchen Eiweiß, Fettsäuren, Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente in ihrer Nahrung. Untersucht wurden 30 Feuchtfutter, sie werden auch als Alleinfutter verkauft. Nicole Merbach von der Stiftung Warentest:
"Alleinfutter - der Name sagt es - hat den Anspruch, einen Hund ausschließlich und allein und rundum versorgen zu können. Praktisch allerdings funktioniert das nicht immer. Nämlich gut die Hälfte der Alleinfutter in unserem Test ist durchgefallen.

Leber, Herz und Innereien - wichtige Nährstoffquellen für Vierbeiner

Fast jedes zweite Produkt scheiterte am richtigen Nährstoffmix - als Alleinfutter somit ungeeignet. In den mit mangelhaft bewerten Produkten fehlte so einiges, was Hunde brauchen, um gesund zu bleiben. Beispiel Kalzium:
"Weil ein Hund einen dreimal so hohen Kalziumbedarf wie der Mensch hat. Wenn er das durch das Futter nicht bekommt, dann geht ihm das sprichwörtlich ans Skelett. Es braucht ganz bestimmte Fettsäuren, wie die Linolsäure. Die ist dafür da, dass der Hund nicht etwa struppig wird, sondern ein schönes glänzendes Fell hat. Und es gab auch einige Futter, denen hat das Vitamin B1 gefehlt. Ein wichtiges Vitamin, wichtig für Nerven und Haut."

Vorsicht bei Angabe "ohne Zusatzstoffe"

Wichtige Nährstoffquellen in der Hundenahrung sind übrigens Nebenprodukte des Schlachtens. Beispielsweise Leber, Herz und Innereien. Minderwertige Schlachtabfälle wie Borsten oder Teile kranker Tiere wurden in den untersuchten Produkten nicht nachgewiesen. Und einige wichtige Nährstoffe müssten beim Hundefutter sogar zusätzlich beigemischt werden, sagt Warentesterin Nicole Merbach.
"Deswegen wäre ich als Hundebesitzer auch vorsichtig, wenn ich eine Dose vor mir habe, auf der groß "ohne Zusatzstoffe" steht. Vor allem bei den Vitaminen haben wir gesehen - die können nicht alle über die Zutaten geliefert werden. Um ausreichend im Futter vorhanden zu sein, müssen manche tatsächlich als Zusatzstoff hinzugefügt werden. Dazu zählt vor allem das Vitamin B1."
Es gab nicht nur Kritik an der Zusammensetzung der Futter. In einigen Fällen beklagt die Stiftung Warentest Etikettenschwindel. So konnte in einem Fall beispielsweise die Aussage "Enthält 100 Prozent Rind" im Labor eindeutig widerlegt werden. Gefunden wurde hier auch Schweine- und Geflügelfleisch. Die Auslobungen auf dem Etikett sind somit nicht immer verlässlich.
Immerhin aber war das Gros der untersuchten Produkte frei von Schadstoffen. Einzige Ausnahme waren zwei Hundefutter mit Pferdefleisch - sie enthielten zu viel Kadmium. Das Produkt "Pure Instinct Strong Mustang" überschritt sogar den Grenzwert für Tierfutter und wurde deshalb mit mangelhaft bewertet."




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http://www.deutschlandfunk.de/hundefutter-im-test-der-naehrstoffmix-macht-s.735.de.html?dram:article_id=312698

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